Download Energie- und CO2-Bilanzierung Nachwachsender Rohstoffe: by Guido A. Reinhardt PDF

By Guido A. Reinhardt

Bei der Nutzung fossiler Rohstoffe durch den Menschen wird Kohlenstoffdioxid (COz) freigesetzt. CO verursacht in der Atmosphare mit weiteren Spurengasen anthropoge 2 nen Ursprungs den sogenannten anthropogenen Treibhauseffektl. An diesem ist das anthropogen emittierte CO etwa zur Halfte beteiligt. Aber auch unter anderen Ge 2 sichtspunkten ist eine Erhohung der COrKonzentration der Atmosphare als umweltge fahrdend einzustufen, da CO in praktisch alle Kreislaufe, die einerseits den Bestand 2 der Biosphare sichern, andererseits aber auch deren Veranderung bewirken, eingebun den ist. Dazu gehoren u. a. die Wirkungen von CO in aquatischen Systemen, worldwide 2 wirkende Redoxvorgange oder auch die Photosynthese der Pflanzen. Die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen verursacht - vorausgesetzt sie erfolgt innerhalb stabiler Kreislaufe - prinzipiell keine derartige zusatzliche COrEmission, denn der Kohlenstoffgehalt der Pflanze ist im wesentlichen durch Einbindung des in der Atmosphare enthaltenen C02 entstanden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die nachwachsenden Rohstoffe verbrannt oder anderweitig genutzt bzw. eingesetzt wer den. Grundsatzlich wird durch den naturlichen Abbauprozess die gleiche Menge an Kohlenstoffdioxid wie bei der Verbrennung freigesetzt -lediglich in einem gegenuber der direkten Verbrennung verzogerten Zeitablauf

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Hierbei stellt sich die Frage nach den Einsatzzwecken des produzierten nachwachsenden Rohstoffs und aller seiner Kuppelprodukte. Entsprechend den in Aquivalenzprozessen aufzubringenden Energiemengen werden alsdann fur jedes Produkt separat entsprechende Energiegutschriften der Outputseite angerechnet. Auch wenn ein Stoff, sei er das eigentliche Hauptprodukt oder ein Kuppelprodukt, direkt energetisch genutzt wird wie beispielsweise Rapsmethylester, wird ebenfalls nach dem Prinzip der AquivalenzprozeJ3bilanzierung verfahren: Hierbei wird als Bezugsgr0J3e die tatsachlich nach dem Stand der Technik nutzbare Energie, die Nutzenergie, und nicht der Heizwert dem AquivalenzprozeJ3 zugrundegelegt.

Dieses Verfahren hat sich mittlerweile bei den Bilanzierungen fUr die Bundesrepublik Deutschland durchgesetzt34 . Allerdings fiihrt eine derartige Berechnung in der Regel zu einer leicht hOheren COz-Menge als der im Abgas von Verbrennungsanlagen real gemessenen Mengen an CO2, Dieses gilt insbesondere flir die Verbrennung von Kraftstoffen in Ottomotoren ohne Katalysator bzw. in abgeschwiichter Form auch fiir Dieselmotoren. Dort liegen im Abgas auch nichtoxidierte bzw. B. Ru6partikel, Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid.

Beispiel Fiir die Gewinnung von verfeuerbaren Rapsstrohbriketts oder -pellets mufi eine gewisse Inputenergiemenge aufgebracht werden, das ist "direkte" Energie fiir die Bergung, das Vorpressen und den Transport des Rapsstrohs sowie flir dessen Brikettierung als auch "indirekte" Energie durch Nahrstoffentnahme aus dem Boden durch Entfemen des Rapsstrohs yom Feld, die iiber das Aquivalenzprinzip (Energiebedarf zur Produktion von Diingemitteln) bestimmt wird. Gegengerechnet wird jetzt - und das ist das wesentliche Element der hier vorgestellten Vorgehensweise - nicht die tatsiichlich durch die Rapsstrohverfeuerung gewonnene Energie, sondem die in einem Aquivalenzprozefi dadurch substituierte Energie.

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