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By Christoph Hein, Sissy Höfferer, Oliver Brod, Der Hörverlag

Wie werden wir zu dem Menschen, der wir sind? Aus der Perspektive der Malerin Paula Trousseau erzählt Christoph Hein, mal in ausgreifenden Situationsschilderungen, mal im Zeitraffer, von den Selbstbehauptungen einer Frau, deren Lebensgeschichte in den Bann zieht: Wie sie sich - gegen Eltern und Ehemann - für das Kunststudium entscheidet, wie ihre Beziehungen zu Männern scheitern, wie das Grau in ihren Bildern zum dominanten Ton wurde.

Ist ihre Herkunft dafür verantwortlich, die politischen Verhältnisse, die Geschlechterhierarchie, die kulturelle scenario? Mit beeindruckendem Einfühlungsvermögen machen Christoph Hein als Autor, Sissy Höfferer in der Rolle der Paula Trousseau und Oliver Brod als deren Sohn die seelische Entwicklungsgeschichte dieser schillernden individual hörbar.

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Innovationen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft: Einflussfaktoren und Handlungsbedarf (Nachhaltigkeit und Innovation)

Der entscheidende Schl? ssel zur L? sung von Nachhaltigkeitsproblemen durch die Aktivierung von Innovationspotenzialen: Dieser Bericht wurde im Rahmen des aufgelegten F? rderschwerpunkts (Bundesministerium f? r Bildung und Forschung) "Rahmenbedingungen f? r Innovationen zum Nachhaltigen Wirtschaften" erarbeitet.

The Miami Indians

One of many small staff of tribes comprising the Illinois department of the Algonquian linguistic kin, the Miamis emerged as a pivotal tribe in basic terms in the course of the French and British imperial wars, the Miami Confederacy wars of the eighteenth century, and the treaty-making interval of the 19th century. The Miamis reached their height of political value within the Indian confederacies which blocked the Northwest Territory within the 1790's and through the conflict of 1812.

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Sie sagte, sie habe ihn sehr gern, er sei aber unglaublich eifersüchtig. �Er will die absolute Kontrolle über mich«, sagte sie, »das nervt. Er hätte es am liebsten, wenn ich ihn ständig darüber informiere, was ich gerade tue und wo ich bin. Und bin ich mal einen halben Tag nicht auffindbar, dann kommt er mitten in der Nacht angerannt. « Ich nickte. �Sei froh, dass dein Hans ein anderes Kaliber ist. « Ich schaute überrascht zu ihr und begutachtete dann sorgfältig einen blauen Fleck an meinem Oberschenkel.

Ich zog wie ein Spatz den Kopf ein, angstvoll das angekündigte Gewitter erwartend. Und wie damals verstummte ich auf der Stelle. Ich suchte nach den Worten für die verlangte Antwort, doch der Hals war mir wie in der Kindheit zugeschnürt und nur ein leises Keuchen kam aus der Kehle. Ich schaute auf meine Schuhspitzen und wagte nicht, den Kopf zu heben. Ich wusste, was ich sehen würde: den wütenden, verächtlichen Blick von Vater, der seinen ganzen Ekel über die tölpelhafte Unbeholfenheit und Begriffsstutzigkeit seiner Frau und seiner Töchter enthielt.

Du musst keine Angst haben. Außerdem ist das ewig her. « �Was heißt das? Was soll das heißen, Kathi? « �Nein, überhaupt nicht. Ich habe Männer gern, ich liebe sie, und ich liebe es, von ihnen geliebt zu werden. Ich habe alles an ihnen gern, ihre Unbeholfenheit, ihre Eitelkeiten, Männer sind ja so was von eitel. Und auch ihren kleinen Schwanz habe ich gern, der ist sozusagen das Sahnehäubchen an ihnen. Aber Frauen sind einfach schöner als Männer, ganz objektiv. Und sie sind zärtlicher. Oder auf eine andere Art zärtlich, auf eine Art, die angenehmer ist, die wirklich zärtlich ist.

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